Trotz der Veröffentlichungen von Regina Müller, Um Heimat und Leben gebracht, aus dem Jahre 1989 und der sich auf die Stadt Düren konzentrierenden Arbeit von Neomi Naor und Nika Robrock, Erinnerung. Eine Dokumentation über die Jüdinnen und Juden in Düren von 1933 bis 1945 von 1994 kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Schicksale unserer ehemaligen j üdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger „geklärt“ sind. Zumal sich die Schwierigkeit stellt, wie „Dürener Opfer“ zu bestimmen sind: Als hier geboren, hier wohnend oder von hier deportiert?

Auch für den Bereich der Opfer aus dem politischen, gewerkschaftlichen, kirchlichen Widerstand kann leider von einer gesicherten Erkenntnislage nicht die Rede sein. Hier ist, auch über sechzig Jahre nach den Ereignissen, noch viel Arbeit zu leisten.
Nahezu gar nichts wissen wir über die Opfer aus den anderen Gruppen wie Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas etc.

Unter diesen Aspekten kann die auf den folgenden Seiten zusammengestellte Liste nur eine erste Annäherung sein. Sie wird sicher im Laufe der Zeit noch ergänzt werden um die entsprechenden Namen aus den heute zu Düren gehörenden, ehemals selbständigen Gemeinden.

Wir bitten alle, die an diesem Thema interessiert sind, diese Liste nach eigenem Wissen und Erkenntnissen zu ergänzen, zu korrigieren und zu erweitern. Es hat lange genug gedauert.