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Ransenberg

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Ransenberg
Vorname:
Robert
GebName:
Titel:
GebDat:
29.05.1876
GebOrt:
Calle (Kr. Meschede)
TodDat:
TodOrt:
Riga
Vater:
Mutter:
Geschwister:
Partner:
Rosa Wolf(f) *1878
Kinder:
Martha *1907, Ernst *1908
Wohnorte:
Calle; 1941: Köln, Eifelstraße 6
Berufe:
Notizen:
„Robert Ransenberg war von Beruf Buchdrucker und Schriftsetzer. 1903 ließ er sich in Köln nieder. 1898 trat er der SPD bei; sein besonderes Engagement galt der gewerkschaftlichen Arbeit. Von 1899 an bekleidete er Vorstands- und Vertrauenspositionen in seiner Berufsorganisation. Seit 1911 war er Mitglied des Kartells der Freien Gewerkschaften, 1924 bis 1933 Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewrkschaftsbundes (ADGB) in Köln. Der Kölner Stadtverordnetenversammlung gehörte Ransenberg für die SPD von 1919 bis 1933 an. Sein Sohn Ernst schloß sich nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten als Student einer sozialistischen Untergrundorganisation an. 1935 wurde er verhaftet und zu einer langjährigen Zuchthhausstrafe verurteilt. Auf Grund dieser ,Vorstrafe’ wurde Ernst Ransenberg mit einem der ersten Transporte nach Treblinka deportiert. Robert Ransenberg und seine Frau Rosa gingen freiwillig mit ihrem Sohn in den Tod. Die Tochter Martha ist im Konzentrationslager Stutthof umgekommen.“ Jüd. Schicksal in Köln, S. 310 / Am 07.12.1941 Deportation von Köln nach Riga.

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