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Daniel

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Daniel
Vorname:
Michael
GebName:
Titel:
GebDat:
27.09.1882
GebOrt:
Drove [Kreuzau]
TodDat:
TodOrt:
Sobibor
Vater:
Carl Daniel *1843
Mutter:
Tina Kamp *1847
Geschwister:
Jacob Joseph *1873, Helena *1875, Alexander *1876, Abraham *1877, Brunetta *1879, Ester *1880, Hermann *1881, Leopold *1883, Eva *1886, Moses *1889
Partner:
Ida Scheyer
Kinder:
Sibilla Irma 25.04.-01.05.1910, Walther 03.-05.04.1911 (beide * Hellenthal)
Wohnorte:
Drove; Euskirchen; Zülpich; Falkenburg (Pommern); 1907: Hellenthal; Schlochau (GB2006)
Berufe:
Gesetzeslehrer, Vorbeter
Notizen:
„Am 15. September 1907 wurde mit Genehmigung der Regierung der Nachfolger Michael Daniel zur Erteilung des Religionsunterrichts eingestellt. Er hatte zwar drei Jahre das israeli(ti)sche Lehrerseminar zu Köln besucht, jedoch die Prüfung nicht abgelegt. Die Regierung nennt ihn bei der Genehmigung seiner Einstellung am 11. Oktober 1907 ausdrücklich nicht ,Religionslehrer’ sondern ,Vorbeter’. Michael Daniel war Sohn des Handelsmanns Karl Daniel und am 27. September 1882 in Drove bei Düren geboren. Von 1898 bis 1904 hatte er das jüdische Lehrerseminar besucht, um danach eine Stelle als Religionslehrer und Kantor in Zülpich anzunehmen. Wegen Einberufung zum Militärdienst war er nur ein Jahr in Zülpich geblieben. Der darauf folgende Militärdienst im Infanterieregiment Nr. 28 zu Koblenz-Lützel dauerte lediglich drei Monate, als er wegen Kurzsichtigkeit entlassen wurde. Nach der militärischen Entlassung nahm er eine Stelle als Religionslehrer und Kantor zu Falkenburg in Pommern an, die er bis Ende Juni 1907 inne hatte. Michael Daniel war mindestens bis 1911 in Hellenthal tätig.“ Hanf, S. 141f. / Am 15.06.1942 Deportation von Koblenz/Köln/Düsseldorf nach Sobibor.

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